Sanierung in Wehrden: Warum diese Maßnahme für Hesel wichtig ist

Ortstermin an der Baustelle in Wehrden in Hesel mit Joachim Duin und weiteren Vertretern der Gemeinde

In Wehrden in Hesel wird seit dem 7. April 2026 umfassend gebaut. Erneuert werden nicht nur Fahrbahn und Nebenanlagen, sondern auch der Regenwasserkanal. Warum diese Maßnahme für Verkehr, Gewerbe und die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde so wichtig ist.

Ein wichtiger Standort für Verkehr und Wirtschaft

Wer über gute Infrastruktur spricht, darf nicht nur auf das schauen, was man auf den ersten Blick sieht. Straßen, Entwässerung und eine verlässliche Erreichbarkeit sind die Grundlage dafür, dass Alltag, Wirtschaft und Verkehr funktionieren. Genau deshalb ist die laufende Sanierung in Wehrden so wichtig.

Die Straße Wehrden übernimmt als Sammelstraße eine zentrale Funktion für die Erschließung des gleichnamigen Gewerbegebietes. Dort sind mehr als 15 Unternehmen ansässig, darunter ein großes Zentrallager eines Lebensmittelunternehmens und ein überregional tätiges Fenster- und Türenwerk. Damit ist klar: Diese Straße ist nicht nur für die direkten Anlieger wichtig. Sie ist bedeutsam für Beschäftigte, Kunden, Lieferverkehr und damit auch für die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort.

Warum die Sanierung notwendig war

Der bauliche Zustand der Straße hatte sich über längere Zeit sichtbar verschlechtert. Schäden an der Fahrbahn waren deutlich erkennbar. Entsprechend gab es auch immer wieder Hinweise und Beschwerden aus der Bürgerschaft und von Anliegern.

Hinzu kam, dass nicht nur die Oberfläche betroffen war. Auch die vorhandene Entwässerung entsprach nicht mehr den Anforderungen, die heute an eine belastbare Infrastruktur gestellt werden müssen. Deshalb war es richtig, die Straße Wehrden in das mehrjährige Straßenausbauprogramm aufzunehmen, das der Rat der Gemeinde Hesel bereits am 30. Juni 2022 einstimmig beschlossen hat.

Für mich zeigt sich gerade an solchen Projekten, dass gute Kommunalpolitik nicht darin besteht, Schäden möglichst lange nur notdürftig zu verwalten. Es geht darum, Probleme rechtzeitig zu erkennen und dann so anzugehen, dass am Ende eine dauerhafte Lösung entsteht.

Was in Wehrden konkret gemacht wird

Seit dem 7. April 2026 läuft die Baumaßnahme. Voraussichtlich bis zum 30. August 2026 werden in Wehrden Straße und Regenwasserkanal grundlegend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 1,07 Millionen Euro.

Die Maßnahme umfasst einen rund 270 Meter langen Abschnitt ab der Leeraner Straße bis hinein in die Straße Wehrden. Zusätzlich wird ein weiterer Bereich von etwa 90 Metern in nördlicher Richtung bis zum Wendehammer erneuert.

Dabei geht es bewusst nicht nur um eine neue Fahrbahndecke. Erneuert werden auch der Unterbau und die Nebenanlagen. Genau das unterscheidet eine grundhafte Sanierung von einer bloßen Ausbesserung. Wer nur an der Oberfläche arbeitet, verschiebt Probleme oft nur. In Wehrden wird die Infrastruktur deshalb umfassend und technisch durchdacht erneuert.

Entwässerung mit Blick auf die Zukunft

Ein zentraler Baustein der Maßnahme ist die Erneuerung des Regenwasserkanals. Der bisherige Betonkanal wird durch einen modernen Kanal aus Polypropylen ersetzt. Dabei kommen Nenndurchmesser von DN 300 bis DN 600 zum Einsatz. Der Kanal wird also nicht nur erneuert, sondern zugleich vergrößert.

Neuer Regenwasserkanal aus Polypropylen auf der Baustelle in Wehrden in Hesel

Angesichts häufiger auftretender Starkregenereignisse muss die Entwässerung leistungsfähig sein. Sonst entstehen an anderer Stelle schnell neue Schäden und neue Belastungen. Wer heute Straßen erneuert, muss deshalb immer auch die Wasserführung mitdenken. Genau das geschieht hier.

Auch die Verkehrsflächen werden modernisiert

Neben dem Kanal wird auch die Straße selbst an die heutigen Anforderungen angepasst. Der Parkstreifen und der Sicherheitsstreifen werden mit Verbundsteinpflaster hergestellt, die Fahrbahn erhält eine neue Asphaltdecke.

Das verbessert die Belastbarkeit der Straße, erhöht die Fahrqualität und stärkt die Verkehrssicherheit. In einem Bereich mit regelmäßigem Lieferverkehr und gewerblicher Nutzung ist das von besonderer Bedeutung.

Erreichbarkeit der Betriebe bleibt im Blick

Die Bauarbeiten werden von der Firma Hermann Jansen Aschendorf ausgeführt. Um die Einschränkungen für Betriebe und Anlieger so gering wie möglich zu halten, wird überwiegend unter halbseitiger Sperrung gearbeitet. Dadurch bleibt die Erreichbarkeit der Firmen fast durchgehend gewährleistet.

Nur für den Einbau der neuen Asphaltdecken am Ende der Maßnahme wird eine Vollsperrung erforderlich sein. Diese soll gezielt an mehreren Wochenenden erfolgen, um die Belastungen für die betroffenen Unternehmen möglichst gering zu halten.

Gerade daran zeigt sich, dass bei guter Planung nicht nur die Technik, sondern auch die praktischen Auswirkungen auf den Alltag vor Ort mitgedacht werden müssen.

Frühzeitige Information ist Teil guter Planung

Mir ist bei solchen Projekten auch wichtig, wie mit Anliegern und Betrieben kommuniziert wird. Die Gemeindeverwaltung hat bereits am 17. September 2024 und am 10. Dezember 2025 über die Maßnahme informiert. Hinzu kamen mehrere Einzelgespräche.

Auch die ausführende Firma hat die betroffenen Betriebe vor Beginn der Arbeiten direkt angesprochen und steht seitdem in regelmäßigem Austausch mit ihnen. Das halte ich für richtig. Bei einer Baumaßnahme dieser Größenordnung kommt es darauf an, frühzeitig zu informieren, erreichbar zu sein und Probleme nicht erst dann zu besprechen, wenn sie bereits entstanden sind.

Finanzierung offen benennen

Zur Ehrlichkeit gehört auch, die Finanzierung klar anzusprechen. Ein Teil der Kosten für die Fahrbahnerneuerung wird über Beiträge der Anlieger finanziert. Die Erneuerung des Regenwasserkanals wird vollständig aus Steuermitteln getragen. Fördermittel stehen für diese Maßnahme nicht zur Verfügung.

Deshalb ist es wichtig, dass die eingesetzten Mittel nicht in kurzfristige Reparaturen fließen, sondern in eine Lösung, die langfristig Bestand hat.

Mein Eindruck vor Ort

Zum Start der Arbeiten habe ich mir die Baustelle gemeinsam mit Bürgermeister Gerd Dählmann, dem stellvertretenden Bürgermeister Günter Saathoff-Kettwig und dem Vorsitzenden des Bauausschusses Werner Baumann vor Ort angesehen. Mein Eindruck war klar: In Wehrden wird nicht einfach nur eine schadhafte Straße überarbeitet. Hier wird an einem wichtigen Standort gezielt in Sicherheit, Erreichbarkeit und Zukunftsfähigkeit investiert.

Für mich ist das der richtige Weg. Verantwortung für die kommunale Infrastruktur heißt, nicht erst dann zu handeln, wenn Schäden nur noch notdürftig zu beheben sind. Es bedeutet, rechtzeitig Prioritäten zu setzen, fachlich sauber zu planen und Maßnahmen dann auch konsequent umzusetzen.

Mein Fazit

Die Sanierung in Wehrden ist weit mehr als eine klassische Straßenbaumaßnahme. Sie stärkt einen wichtigen Wirtschaftsstandort, verbessert die Verkehrssicherheit und macht die Entwässerung fit für die Anforderungen der kommenden Jahre.

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das eine bessere und verlässlichere Infrastruktur. Für die Unternehmen im Gewerbegebiet bedeutet es eine gesicherte Anbindung. Und für die Gemeinde Hesel insgesamt ist es eine Investition in Zukunftsfähigkeit.

Ich bin überzeugt: Genau so müssen wir mit unserer kommunalen Infrastruktur umgehen. Nicht warten, bis Probleme zu groß werden, sondern frühzeitig handeln, sinnvoll priorisieren und nachhaltig erneuern.

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